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Ein Apple Macintosh mit Intel Prozessor ist im Grunde eine ganz normale PC-Hardware, auf der sich folglich auch Windows 7, Windows Vista oder Windows XP installieren lässt. Linux läßt sich wahrscheinlich auch installieren, ist aber im Grunde wenig sinnvoll - Mac OS X ist schließlich auch Unix. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Windows auf einem Mac zu installieren:
BootCamp vs. VirtualisierungDer wesentliche Unterschied zwischen BootCamp und allen anderen Produkten wie VirtualBox, Parallels oder VMWare Fusion: Windows wird mit Hilfe von BootCamp direkt auf einer Partition der Festplatte installiert. Um zwischen Windows und Mac OS X zu wechseln, ist ein Neustart erforderlich. Das ist zwar umständlich, andererseits geht keinerlei Performance durch die Emulation verloren. VirtualBox, Parallels oder VMWare Fusion dagegen stellen einen virtuellen PC bereit. Die Emulation kostet einiges an Rechenleistung, andererseits sind interessante neue Funktionen möglich: man kann - wenn man genug RAM hat - einen oder mehrere virtuelle PCs gleichzeitig auf dem Mac betreiben. Man kann entweder mit einer Tastenkombination umschalten,das emulierte System komplett in einem Mac-Fenster betreiben oder bei Parallels einzelne Windows-Fenster unter die Mac-Fenster mischen. Auch der Datentransfer vom einen ins andere System ist ganz einfach - unter Parallels kann man von der Emulation auf das gesamte Mac-Dateisystem zugreifen. Boot CampDie Boot Camp Software ist seit der Freigabe von "Leopard" offizieller Teil der Apple Systemsoftware. Die Installation von Windows 7 mit Hilfe von BootCamp ist simpel. Die folgende Anleitung gilt sinngemäß auch für die Installation von Windows Vista, Windows XP oder einer beliebigen Linux-Distribution. Partition anlegenEine neue Partition der gewünschten Größe anlegen (Achtung: Windows 7 will wenigstens 10 GByte haben). Dies ist im laufenden Betrieb möglich. Die Boot Camp Software verkleinert die Macintosh Partition entsprechend, Daten gehen nicht verloren. Um die Partition mit sämtlichen Windows-Daten wieder zu löschen, muss man BootCamp erneut ausführen Von der Installations-CD bootenBei einem Neustart die Optionstaste (die mit dem Weichen-Symbol) gedrückt halten. Man kann jetzt das zu startende Betriebssystem bzw. die zu startende CD auswählen. Mit der regulären Windows 7 / Vista/ XP Installations-CD booten und in der soeben neu angelegten Partition installieren. Diese Partition ist in der Liste als "BOOTCAMP" aufgeführt. Unbedingt darauf achten, dass vor der Installation die "BOOTCAMP"-Partition selektiert wird. Der Windows Installer hat überhaupt kein Problem damit, die Mac OS X Platte zu initialisieren, falls man das so angibt. In diesem Fall ist das natürlich nicht Microsofts Schuld. Es kommt unter Umständen die Meldung 'Windows kann nicht auf Datenträger "0", Partition "3", installiert werden' oder 'Windows kann auf diesem Festplattenbereich nicht installiert werden'. Dies liegt daran, dass diese Partition noch nicht mit dem NTFS-Dateisystem formatiert wurde. Der Windows Installer hat aber eine Option, um die Partition mit NTFS zu formatieren. Zusätzliche Treiber installierenNachdem Windows installiert und gestartet wurde, die Leopard DVD oder Snow Leopard DVD einlegen. Sie enthält zusätzliche Windows-Treiber für die Apple Hardware, die ebenfalls installiert werden müssen. Alle Apple Hardware wie WLAN. BlueTooth, Webcam, Trackpad usw. funktioniert problemlos. Da die Apple Tastatur weniger Tasten hat als eine normale Windows Tastatur (z.B. fehlt Alt-Gr und die Del-Taste auf einer MacBook Tastatur), muss man einige Workarounds einsetzen. Zusätzliche PC-Hardware wie etwa USB-Tastaturen und -Mäuse werden natürlich unterstützt (übrigens auch unter Mac OS X. Ich finde eine herkömmliche Maus mit drei oder mehr Tasten und Rollrad einfach praktischer). Auch USB-Sticks und USB-Festplatten lassen sich sowohl unter Windows als auch unter Mac OS X nutzen. VMWare Fusion
Natürlich gibt es immer noch die Möglichkeit, den gesamten Windows-Desktop in einem einzigen Mac OS X Fenster darzustellen, oder den gesamten Monitor für Windows zu nutzen. Im Gegensatz zum VMWare Server für Windows ist VMWare Fusion leider nicht kostenlos. Man kann sich aber einen kostenlosen Demo License Key zusenden lassen, um VMWare Fusion 30 Tage kostenlos zu testen. Die Geschwindigkeit von Windows Applikationen unter VMWare Fusion ist spürbar geringer als bei der direkten Ausführung unter Boot Camp. Aber es reicht trotzdem allemal für die üblichen Office-Anwendungen. http://www.vmware.com/products/fusion/ VMWare Fusion und Boot Camp abwechselnd nutzenVMWare Fusion kann sowohl ein eigenes virtuelles File System anlegen als auch ein mit Boot Camp installiertes Windows starten. Boot Camp hat ja den Vorteil, deutlich schneller als VMWare zu sein, da es sich nicht um eine Emulation handelt. VMWare kann wie gesagt Windows Fenster parallel neben den Macintosh Fenstern darstellen, so dass man beide Systeme gleichzeitig nutzen kann. Es liegt dann natürlich nahe, VMWare und Boot Camp abwechselnd zu nutzen; je nachdem, ob man Komfort oder Performance braucht. Das funktioniert leider nicht, weil Windows den Wechsel zwischen VMWare und Boot Camp als massive Hardware-Änderung auffasst und eine erneute Windows-Aktivierung erwartet. Das funktioniert ein-, zweimal automatisch, dann muss man Windows telefonisch aktivieren, eine endlose Ziffernfolge eingeben und fast ebensoviele Ziffern wieder in den Aktivierungsdialog eingeben. Wenn man nun noch einmal zwischen VMWare und Boot Camp wechselt, dann schließt sich ein noch lästigeres Frage- und Antwortspiel an, ob man diese Windows Kopie auf einem oder mehreren PCs installiert habe (natürlich nicht), ob Hardwareänderungen vorgenommen wurden (auch das ist ja nicht der Fall) und man landet schließlich bei einem echten Support-Mitarbeiter, der einem dann hoffentlich die Windows-Lizenz wieder freischaltet. Man muss wohl oder übel beide Methoden eine Weile testen und sich dann für eine Alternative entscheiden. ParallelsDies ist ein Emulator, ähnlich wie VMWare. Da ich dieses Produkt noch nicht selbst getestet habe, kann ich dazu nichts weiter sagen. Eine kostenlose Demo kann man sich von folgender URL downloaden: http://www.apple.com/downloads/macosx/system_disk_utilities/parallelsdesktopformac.html Was ist besser - Parallels oder VMWare Fusion?Kann man schlecht beantworten - beide Programme bieten in etwa dieselbe Performance und unterscheiden sich nur in wenigen Details, die sich im Laufe der Zeit vermutlich weiter angleichen. Es gibt zahlreiche Artikel, die einen direkten Vergleich anstellen. Hier ist einer davon: http://www.zdnet.de/enterprise/sw/0,39023278,39158066-1,00.htm |
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Kommentare (3)
28.Jul.2008
Anonym sagt:
'Apple Parallels' gibts nicht - Apple hat bloss ein Verzeichnis mit Software von...'Apple Parallels' gibts nicht - Apple hat bloss ein Verzeichnis mit Software von Drittanbietern auf seiner Site. Parallels ist eine andere Firma: http://www.parallels.com/en/products/desktop/
28.Jul.2008
Arne Schirmacher sagt:
Danke für den Hinweis, ich habe den Artikel entsprechend korrigiert.Danke für den Hinweis, ich habe den Artikel entsprechend korrigiert.
gestern um 21:37
Anonym sagt:
Also ich finde vmware besser. Weil die vmdk Dateien auch in anderen vmware laufe...Also ich finde vmware besser. Weil die vmdk Dateien auch in anderen vmware laufen. Und wer virtualisiert schon mit Parallels anderes als innerhalb Mac? Außerdem hat Parallels auch Plesk auf dem Gewissen. Die Bugware mit dem größten Bug*Kosten Faktor, da bin ich grundskeptisch.
Adrian.
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