XenServer 5.5 auf Hetzner Server installieren

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am 06.Mrz.2010 18:16.

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Xen war ein Forschungsprojekt der Universität Cambridge. Das erste öffentliche Release wurde 2003 vorgestellt.

Das von Xen verwendete Virtualisierungsverfahren nennt sich "Paravirtualisierung". Dies bedeutet, dass das Guest-Betriebssystem modifiziert werden muss, um auf dem Host zu laufen. D.h. unter Linux benötigt man einen Xen-Kernel.
* Nachteile: da man einen speziellen Kernel benötigt, muss man Zugang zum Sourcecode des Betriebssystems haben. Für den Betrieb von Linux-Systemen ist das natürlich kein echtes Problem.

Neuere Linux-Kernel sind bereits Xen-kompatibel.

Die neuen Intel\- und AMD-Prozessoren enthalten spezielle Befehle für die Virtualisierung (Intel-VT und AMD-V), so dass auf neuerer Hardware auch proprietäre und unmodifizierte Betriebssysteme wie Microsoft Windows virtualisiert werden können.

h3. XenServer
Die Entscheidung, für die neuen Server XenServer 5.5 einzusetzen, hat drei Gründe:

* die gedownloadete Installations-CD funktionierte auf Anhieb.
* es gibt eine schöne Administrationssoftware
* XenServer hat für Citrix durchaus kommerzielle Aspekte; ich hoffe, dass es deswegen regelmäßig Bugfixes und neue Releases geben wird.
Der bootende XenServer-Kernel installiert dann das XenServer Grundsystem automatisch. Nach zwei, drei Minuten Wartezeit sollte man sich auf dem fertigen XenServer einloggen können.

Weitere Details hier: [http://wiki.hetzner.de/index.php/Xenserver_5.5:_Automatische_Installation,_sw_raid1,_lokale_ISO_library] (man braucht nur den ersten Teil)

Alternativ:
h3. Installation von CD

Alternativ kann XenServer auch direkt von der CD installiert werden. Man muss Hetzner den Downloadlink auf das ISO-Image zusenden, und der Support schließt dann für ein paar Stunden ein Remote-Modul und ein CD-Laufwerk an. Über ein Java-Applet kann man dann den Server von CD booten und alle Tastatureingaben remote durchführen. Dieser Service kostet € 25,\- .
{clear}
!xenserver1.png|align=left!
{clear}

Am bequemsten lässt es sich jedoch mit dem XenCenter (ebenfalls kostenlos) arbeiten. Mit Hilfe dieser Windows-Software kann man über Templates verschiedene Linux\- oder Windows-Distributionen installieren, "_virtual machine_" (VM) starten oder stoppen, kopieren, Snapshots erstellen, Boot-CDs einbinden und vieles andere mehr.

Bevor es soweit ist, müssen jedoch noch Änderungen an der Netzwerkkonfiguration vorgenommen werden. Wenn man ohne weitere Konfigurationen eine neue _virtual machine_ anlegt, wird man feststellen, dass die VM keinerlei Netzwerkverbindungen nach draußen bekommt. Das liegt daran, dass das Routing seitens des Rechenzentrumsbetreibers an die MAC-Adresse des Servers gekoppelt ist. Pakete, die nicht die richtige MAC-Adresse haben, werden nicht weitergeleitet, selbst wenn sie von der korrekten IP-Adresse kommen. Die _virtual machines_ haben jedoch ein virtuelles Netzwerkinterface, was eine andere MAC-Adresse hat.
{noformat}
\\
Die Einstellungen sind nun nach jedem Neustart aktiv. Sie lassen sich aber auch ohne Neustart direkt mit dem {{sysctl \-p}} Befehl anwenden:

{noformat}
Diese Einstellung ist ebenfalls dauerhaft und muss nach dem nächsten Neustart nicht wiederholt werden.

Ein Hetzner EQ x-Server hat vier eigene IP-Adressen, die alle im selben Subnetz liegen. Man braucht nun nichts weiter zu tun, als bei der Einrichtung der _virtual machines_ eine dieser Adressen als Gateway anzugeben. Durch die Konfiguration als Router wird der Host alle von den Guests ankommenden Pakete an das RZ-Gateway weiterreichen.

h3. Konfiguration eines zusätzlichen Subnetzes

In der Standardkonfiguration kann man also drei _virtual machines_ gleichzeitig betreiben. Das ist nicht gerade viel, aber man hat die Möglichkeit, weitere IP-Adressen dazuzubestellen (das kostet einmalig € 49,\- für max 30 IP-Adressen und monatlich € 15,\- für das FlexiPack (Stand Sept. 2009)). Bei den älteren Hetzner-Servern DS X000 gibt es immerhin ein 29'er Subnetz mit 6 verwendbaren IP-Adressen kostenlos dazu.

Für ein zusätzliches Subnetz gilt im wesentlichen dasselbe wie oben. Eine IP-Adresse des Subnetzes fungiert als Gateway, die anderen kann man für die Guests verwenden.

Damit der Host auch weiß, dass er die packets aus dem Subnetz routen soll, weisen wir dem {{xenbr0}}\-Interface die erste IP-Adresse aus dem Subnetz (hier xx.yy.177.160/27) zu:

{noformat}


h2. Konfigurationsbeispiel

Dem Server wurden seitens des Rechenzentrums folgende IP-Adressen zugewiesen: xx.yy.44.76, xx.yy.44.105, xx.yy.44.108 und xx.yy.44.110. Diese Adressen liegen alle im selben Subnetz xx.yy.44.64/26. Das für dieses Subnetz zuständige Gateway hat die Adresse xx.yy.44.65.
Die XenServer _virtual machines_ bekommen also die IP-Adressen xx.yy.44.105, xx.yy.44.108 und xx.yy.44.110, als zuständiges Gateway wird xx.yy.44.76 eingetragen.

Das dazubestellte Subnetz mit 32 Adressen ist xx.yy.177.160/27 . Die erste und die letzte IP-Adresse sind nicht nutzbar, da es sich um die Subnetz\- bzw. die Broadcast-Adresse handelt. Die IP-Adresse xx.yy.177.161 fungiert als Gateway, es stehen also 29 IP-Adressen für die Guests zur Verfügung: xx.yy.177.162 - xx.yy.177.191. Das Gateway für Guests in diesem Adressbereich ist xx.yy.177.161.

h2. XenServer Updates installieren

Auf der Citrix Website gibt es einige wenige (z.Zt. 3) Patches, die man installieren sollte.
[http://support.citrix.com/article/CTX124027]


h2. Zusätzliche Installations-CDs einbinden

Um Windows Server oder manche Linux-Distributionen zu installieren, ist zwingend eine Installations-CD erforderlich. Dazu lädt man die CDs bzw. DVDs in ein Verzeichnis hoch und gibt dieses als NFS-Share frei.

Ein NFS-Server lässt sich mit jeder Linux-Distribution in wenigen Minuten konfigurieren. Wie's gemacht wird, steht in dem Artikel [NFS Server konfigurieren|NFS Server konfigurieren]. Prinzipiell kann man die CDs auch direkt in den XenServer hochladen, der hat aber nur begrenzte Speicherkapazität zur Verfügung. Man kann übrigens auch eine eigene _virtual machine_ mit entsprechend Plattenplatz einrichten und auf dieser den NFS Server konfigurieren.

{noformat}
W: GPG error: http://updates.vmd.citrix.com lenny Release: The following signatures couldn't be verified
because the public key is not available: NO_PUBKEY 841D6D8DFE3F8BB2
W: You may want to run apt-get update to correct these problems