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  • TI MSP430

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Die Texas Instruments MSP430 Familie besteht aus Microcontrollern, die einen extrem niedrigen Stromverbrauch haben und sehr preiswert sind. Ein einzelner Microcontroller kostet etwa 1 - 2 €, das Entwicklungssystem MSP-EXP430G2 kostet etwa 15 €. Das ist der billigste Weg, in die Microcontroller-Entwicklung einzusteigen.


Das Entwicklungssystem besteht aus einer Platine mit USB-Anschluss, einem M430G2553 (16 MHz, 16 KByte Flash ROM, 512 Byte SRAM) und einem M430G2452 (16 MHz, nur 8 KByte Flash ROM und 256 Byte SRAM, dafür als einzelnes Bauteil etwas billiger), einem USB-Kabel und ein paar Kleinteilen. Auf der Platine befinden sich auch noch zwei Drucktaster (einer für den Reset, einer als frei definierbaren Input) sowie zwei LEDs. Die ersten Experimente kann man somit ohne jegliche zusätzlich angeschlossene Bauteile durchführen.

Jetzt braucht man nur noch die IDE installieren und es kann losgehen.

IDE installieren

Es gibt verschiedene IDEs, die man von der Texas Instruments Website downloaden kann, empfehlen würde ich aber die Energia IDE, da man mit ihr am schnellsten Erfolgserlebnisse hat und in Versionen für Windows, Linux und Mac OS X zur Verfügung steht.

Energia IDE unter Linux installieren

Es sind folgende Schritte erforderlich, die auf der Energia Website im Abschnitt Linux Installation im Detail erklärt sind:

  1. Tar Datei downloaden und auspacken
  2. USB Konfiguration einstellen (udev rules)
  3. System neu starten
  4. Jumper Konfiguration auf dem Entwicklungssystem einstellen

Danach sollte man den verwendeten Microcontroller konfigurieren sowie den Port für die Serial Console auswählen. Da im Entwicklungssystem normalerweise den größeren M430G2553 eingesetzt hat, wählt man den Menüpunkt "MSP-EXP430G2553LP" aus.

    


Energia IDE unter Windows installieren

Das erste Testprogramm

Es gibt zahlreiche Beispielprogramme, die in der Energia IDE unter dem Menüpunkt "File - Examples" bereitgestellt werden. Das einfachste davon findet man unter "01. Basics - Blink" und es lässt eine rote LED auf dem Entwicklungssystem periodisch blinken.

Nachdem man es aufgerufen hat, kann man es durch Klick auf das "Upload" Icon kompilieren und auf das Entwicklungssystem hochladen. Nach einigen Sekunden sollte dort die rote LED aufleuchten.


Die Serial Console kann man z.B. mit dem Programm "01. Basics - AnalogReadSerial" testen. Nachdem man dieses Programm gestartet hat, wird die Spannung am Pin A3 (auf der Platine mit P1.3 beschriftet) gemessen und auf die serielle Konsole ausgegeben, die man sich unter "Tools - Serial Monitor" anzeigen lassen kann. Die Spannung muss zwischen GND und Vcc liegen. Man kann die Ausgabe leicht testen, wenn man den Pin A3 mit einem Draht einmal mit dem GND Pin und dann mit dem Vcc Pin des Entwicklungssystems verbindet.

Wenn die serielle Konsole nicht funktioniert, kann es an der verkehrten Port-Einstellung liegen, oder die Jumper auf dem Entwicklungssystem für die serielle Konsole sind nicht korrekt gesetzt. Man vergleiche dann die Jumper Settings auf dem Entwicklungsboard, ob sie mit den weiß hervorgehobenen Settings auf folgendem Bild übereinstimmen: