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  • Der Umstieg von Windows XP auf ein Apple MacBook
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Mein altes Notebook wird immer mehr von anderen Familienmitgliedern in Beschlag genommen. Es wird also Zeit, ein neues anzuschaffen. In den vergangenen Jahren habe ich Apple Hardware nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, da ich beruflich halt in erster Linie mit diversen Unix-Systemen und natürlich Windows PCs arbeite.

Nun ist Apple bekanntlich vor einer Weile auf Intel-Prozessoren umgestiegen. Auch das Betriebssystem Mac OS X basiert inzwischen auf BSD-Unix. Was mir noch fehlte, war die Möglichkeit, Windows XP zu nutzen, denn man braucht doch gelegentlich Software, die nur unter Windows XP läuft.

Seit kurzem gibt es eine offizielle Apple-Software, mit deren Hilfe man alternativ Mac OS X oder Windows XP booten kann. Weiterhin gibt es eine Emulationssoftware ähnlich VMWare, mit der man Windows XP in einem Mac OS X Fenster laufen lassen kann, parallel zum normalen Betrieb.

Damit waren also alle Anforderungen erfüllt, und auch von den Kosten her liegt ein MacBook im gleichen Bereich wie vergleichbare Standard Notebooks.

Der erste Eindruck

Das schwarze MacBook sieht ausgesprochen edel aus. Das Display besitzt einen Magnetverschluss, beim Schließen gibt es ein sattes "Plupp" und beim Öffnen entfällt das lästige Fummeln mit dem üblichen Schiebeverschluss. Auch das Netzkabel hat einen eingebauten Magnet - einfach in die Nähe der Anschlussbuchse halten, dann macht es "Klack" und das Kabel sitzt. Eine ebenso simple wie geniale Lösung - wem ist es nicht schon passiert, dass jemand über das Kabel stolpert. Beschädigungen der Buchse oder des Kabels sind so ausgeschlossen.

Nach dem Einschalten wird man durch einige Setup- und Registrierungsdialoge geführt, und nach wenigen Minuten kann man loslegen.

Das Display

Das MacBook hat ein TFT-Display mit 1280 * 800 Pixel und spiegelnder (Glare) Oberfläche. Ich war zunächst etwas skeptisch, da man in den grell beleuchteten Kaufhäusern jede Menge störender Reflexe auf den Displays sieht, aber bei normaler Bürobeleuchtung stellt das kein Problem dar. Durch die spiegelnde Oberfläche sind die dunklen Bereiche auch schwärzer als es bei einem Display mit matter Oberfläche der Fall ist; die Darstellung ist also wesentlich brillanter.

Das Display hat leider einen ziemlich eingeschränkten Blickwinkel. Der Kontrast ändert sich merklich, wenn man sich anders hinsetzt oder den Kopf bewegt. Das iTunes Programm hat normalerweise blau/weiß abwechselnde Zeilen; wenn man genau senkrecht auf das Display sieht, sind die hellblauen Zeilen fast weiß (jedenfalls viel heller als bei iTunes auf einem anderen Notebook bzw. auf einem großen LCD Display). Wenn man das Display soweit wie möglich nach hinten klappt, wird die Darstellung deutlich kontrastreicher, aber leider spiegeln sich dann möglicherweise die Lampen auf dem Display.

Die Tastatur

Die MacBook Tastatur fühlt sich angenehm an und ermöglicht schnelles Schreiben. Ein Problem ist für mich als langjähriger PC-Nutzer die etwas andere Tastaturbelegung. Eine Del-Taste gibt es nicht (kann aber durch fn-Backspace simuliert werden), und für verschiedene häufig benötigte Zeichen wie "|", "@" oder "~" muss man diese komische Taste mit dem Badewannen-Symbol (Option?) drücken. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig sind die Kopieren- und Einsetzen-Funktionen, die mit der Apfel-Taste + "C" bzw. + "V" aufgerufen werden. Der PC-User wird unwillkürlich immer Ctrl-C oder Ctr-V ausführen. Hier eine Tabelle mit den wichtigsten Tastaturkürzeln.

Alternativ kann man übrigens auch eine beliebige PC-USB-Tastatur anschließen.

Die Maus

Mit den üblichen Notebook Trackpads komme ich nicht wirklich gut zurecht. Irritierend ist auch, dass es traditionell nur eine einzige Taste gibt, obwohl zahlreiche Sonderfunktionen mit Ctrl-Klick ausgeführt werden können. Also die nächstbeste USB-Funkmaus angeschlossen - funktioniert auf Anhieb. Einschließlich der zweiten und dritten Taste und des Rollrädchens übrigens.

Start / Stop

Ein MacBook braucht man nicht ausschalten. Einfach den Deckel zuklappen und am nächsten Tag wieder aufklappen, nach zwei Sekunden ist alles wieder da. Wenn man das MacBook längere Zeit nicht nutzen wird, sollte man es allerdings runterfahren.

Das Notebook kommt im normalen Betrieb ohne Lüfter aus und ist daher sehr leise. Man hört nur das leise Rauschen der Festplatte.

Ein Akku reicht für ca. drei bis vier Stunden bei normaler Office-Nutzung.